Anwälte Steuerberater Mediatoren Sanierungsberater Standorte

18. Juni 2013

Beginn der Klagefrist nach Kündigung durch einen vollmachtlosen Vertreter

Wenn Ihr Arbeitsverhältnis durch Ihren Arbeitgeber gekündigt wurde, wird nach den §§ 4, 7 Kündigungsschutzgesetz nach Ablauf einer Frist von 3 Wochen seit Zugang der Kündigung die Wirksamkeit der Kündigung unwiderleglich vermutet, wenn Sie nicht innerhalb dieser Frist Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erheben. Wurde die Kündigung durch einen nach Ihrer Auffassung nicht vom Arbeitgeber autorisierten Vertreter ausgesprochen, dann müssen Sie die Kündigung aus diesem Grund zunächst unverzüglich zurückweisen. Unterbleibt diese Zurückweisung, so ist die Kündigung schwebend unwirksam, wenn der Vertreter tatsächlich zum Ausspruch der Kündigung nicht bevollmächtigt war. Das Bundarbeitsgericht hat in seinem Urteil vom 06.09.2012 nun entschieden, dass in einem solchen Fall die Frist für die Erhebung der Kündigungsschutzklage mit dem Zugang der Kündigung beginnt, wenn zu diese Zeitpunkt eine entsprechende Vollmacht des Kündigenden bestand (vgl. BAG, Az. 2 AZR 858/11).

Bitte beachten Sie aber, dass es hier entscheidend auf die Umstände des Einzelfalles ankommen kann! Lassen Sie sich daher unbedingt beraten, wenn Sie eine Kündigung erhalten haben!!!!

Zurück zur Übersicht