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Geschichte 

Seit 1985 ist die Kanzlei spezialisiert auf die Sanierung von Unternehmen, damals insbesondere von Hotelprojekten, u.a. auch in Verbindung mit Golfanlagen, die im Rahmen sog. Steuersparmodelle (Bauherrenmodelle und Immobilienfonds) aufgelegt wurden.

Die Sanierung umfasste sowohl die Fertigstellung von stecken gebliebenen Bauten als auch die Organisation von Managementbetrieben. Mehrfach wurde die Geschäftsführung bis zum Abschluss der Sanierung übernommen. Die damaligen Erfahrungen können heute nahtlos in Sanierungen im Rahmen von Eigenverwaltungen eingebracht werden, die vom Gesetzgeber unterstützt werden.

Im Rahmen eines dreitägigen kanzleiinternen Seminars fiel Anfang 1997 die Entscheidung, sich auf das neue Insolvenzrecht vorzubereiten, das damals bereits verabschiedet war und am 1. Januar 1999 in Kraft trat.

Infolge der intensiven Vorbereitung war es möglich, den ersten erfolgreichen Insolvenzplan in Deutschland für ein mittelständisches Unternehmen (120 Mitarbeiter, Jahresumsatz DM 24 Mio.) zu erstellen. Der Insolvenzplan musste gegen die Hauptgläubigerin, die eigene Hausbank, in zwei Instanzen durchgesetzt werden. Die beiden Entscheidungen zu diesem Insolvenzplan stellen Meilensteine in der Entwicklung des neuen Insolvenzrechts dar.

Diese Spezialisierung wurde weiter ausgebaut. So konnten in den folgenden Jahren zahlreiche Verfahren mittels Insolvenzplan erfolgreich abgeschlossen und den Gläubigern eine im Vergleich zur Regelabwicklung zum Teil ganz erheblich bessere Quote gezahlt werden. Die Spezialisierung wurde zudem im Immobilienbereich, dem ursprünglichen Kerngeschäft der Kanzlei, weiter fortgeführt. Im Rahmen auch großer Insolvenzverfahren kommt der Kanzlei hier das Wissen zu Gute, das aus zahlreichen Insolvenzverfahren mit Immobiliarvermögen aber auch aus der Erfahrung mit übernommenen Zwangsverwaltungen herrührt.

Im Jahr 2009 schlossen sich die Rechtsanwälte Dr. Hingerl & Müller zur gleichnamigen Sozietät zusammen. Die beiden Sozien werden von mehreren bayrischen Gerichten regelmäßig zu Sachverständigen, vorläufigen Insolvenzverwaltern, Treuhändern sowie Zwangsverwaltern bestellt.